ÜbersichtVerkehrsrecht im Fokus: Urteilsanfechtung bei Fahrerlaubnisentzug analysiertDer Fall vor GerichtTHC-Grenzwert-Änderung führt zu Freispruch in VerkehrsstrafverfahrenGesetzesänderung als Wendepunkt im VerfahrenRechtliche Grundlage für die EntscheidungProzessverlauf und RechtsmittelAuswirkungen des UrteilsDie SchlüsselerkenntnisseWas bedeutet das Urteil für Sie?FAQ – Häufige FragenWas bedeutet die Änderung des THC-Grenzwerts für laufende Bußgeldverfahren?Welche Rechtsmittel stehen zur Verfügung, wenn man bereits verurteilt wurde?Wie wirkt sich der neue THC-Grenzwert auf die Strafzumessung aus?Welche Kosten können bei einem Freispruch erstattet werden?Wie kann man vorgehen, wenn der gemessene THC-Wert knapp über dem neuen Grenzwert liegt?Glossar – Fachbegriffe kurz erklärtWichtige RechtsgrundlagenDas vorliegende UrteilOLG Oldenburg – Az.: 2 ORbs 95/24 (1537 Js 37043/23) – Beschluss vom 29.08.2024 Verkehrsrecht im Fokus: Urteilsanfechtung bei Fahrerlaubnisentzug analysiert Im deutschen Rechtssystem spielt das Verkehrsrecht eine zentrale Rolle, da es die Sicherheit auf unseren Straßen garantiert. Besonders relevant sind dabei die Regelungen des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), das die rechtlichen Grundlagen für Verkehrsstrafen und die damit verbundenen Konsequenzen festlegt. Der § 24a Abs. 1a StVG beispielsweise beinhaltet spezielle Vorschriften zur Entziehung der Fahrerlaubnis und stellt sicher, dass schwerwiegende Verkehrsdelikte entsprechend geahndet werden. Nach solch einem Delikt können Betroffene durch eine Urteilsanfechtung versuchen, eine gerichtliche Entscheidung zu überprüfen und möglicherweise eine rechtliche Neuordnung ihres Falls zu erreichen. Die Möglichkeit einer Rechtsbeschwerde am entsprechenden Gericht sorgt dafür, dass die rechtlichen Verfahren fair und transparent bleiben. Hierbei können juristische Fachkräfte im Rahmen der Einzelfallprüfung entscheidende Unterstützung leisten, um die jeweiligen Umstände und Beweise zu berücksichtigen. Das führt im besten Fall zu einem Freispruch, wenn sich zeigt, dass die strafrechtlichen Konsequenzen unverhältnismäßig waren oder die Beweislast nicht ausreichte. Nachfolgend wird ein konkreter Fall vorgestellt und analysiert, der die praxisnahe Anwendung dieser rechtlichen Prinzipien veranschaulicht. Der Fall vor Gericht THC-Grenzwert-Änderung führt zu Freispruch in Verkehrsstrafverfahren In einem wegweisenden Fall hat das Oberlandesgericht Oldenburg einen Autofahrer vom Vorwurf des Fahrens unter Drogeneinfluss freigesprochen. Der Betroffene war zunächst vom Amtsgericht Papenburg zu einer Geldbuße von 1000 Euro und einem dreimonatigen Fahrverbot verurteilt worden, weil bei ihm ein THC-Wert von 1,3 ng/ml im Blut festgestellt wurde. Gesetzesänderung als Wendepunkt im Verfahren Der entscheidende Faktor für den Freispruch war eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), die am 22. August 2024 in Kraft trat. Das 6. Gesetz zur Änderung des StVG führte einen neuen Absatz 1a in § 24a StVG ein, der den maßgeblichen THC-Grenzwert auf 3,5 ng/ml anhob. Dies bedeutete, dass der beim Betroffenen gemessene Wert nun unterhalb der gesetzlichen Grenze lag. Rechtliche Grundlage für die Entscheidung Das OLG Oldenburg stützte seine […]